Werden wir als andere Lebewesen wiedergeboren?

Einige Christen glauben inzwischen auf Grund von esoterischen oder buddhistisch/hinduistischen Einflüssen, dass wir Menschen immer wieder neu auf diese Welt kommen, und dies oft auch als andere Lebewesen. Doch die Lehre von der Reinkarnation ist nicht biblisch. Alle Versuche sie in die Bibel „hineinzulesen" sind gescheitert. Die Bibel kennt nur eine Wiedergeburt: Die Wiedergeburt aus Wasser und Geist, die Taufe. Und als der Theologe Nikodemus (Johannes 3,3-10) dies im Sinne hinduistischer Wiedergeburtsvorstellungen zu interpretieren versucht, rückt Jesus sofort das Bild zurecht.

Im Hebräer 9,27 wird klar gesagt, dass der Mensch nur einmal sterben wird und dass es nach seinem Sterben nur noch das Gericht gibt (im Gericht macht Gottes alles wieder richtig, was durch die Sünde zerstört worden ist, er setzt dem Bösen und der Sünde ein Ende). Hier - wie auch in anderen Texten - gibt es also keine zweite Möglichkeit, sich auf der Erde zu bewähren. Manche wünschen sich das. Ich glaube aber nicht, dass sie sich voll und ganz bewusst sind, was das für sie persönlich bedeuteten würde. Die Lehre von der Reinkarnation ist für mich nämlich eine völlig unmenschliche Lehre:

Der Mensch muss danach immer wieder neu auf diese von Tod, Krankheit, Ungerechtigkeit und Leid beherrschten Welt kommen. Er muss hunderttausendmal auf verschiedene Arten sterben: von Schwertern durchbohrt, von Henkern gefoltert, von Kugeln durchlöchert, von Granaten und Bomben zerfetzt, vom Feuer verbrannt, von Trümmern zerquetscht oder von Krebsgeschwüren zerfressen. Während seines wiedergeborenen Lebens wird er beispielsweise von Schmerzen in den Wahnsinn getrieben, von Ehepartnern betrogen, von Freunden verraten, von Depressionen geschüttelt oder durch Unfälle zum Krüppel.

Ein einziges Leben voller Leid ist doch mehr als genug! Ist nicht die Lehre von der Reinkarnation die Androhung der Hölle: Immer wieder leiden, immer neu verzweifeln, immer wieder sterben!? - Da ist für mich die christliche Hoffnung überzeugender und schöner. Im zweiten Leben werden wir kein Leid und keinen Tod mehr erleben, denn Gott erschafft eine neue und vollkommene Erde (Offenbarung 21,1-5).

Schaut man sich die Geschichte der Menschheit an, bekommt man weitere Zweifel an die Glaubhaftigkeit der Reinkarnation. Wir Menschen sollen uns durch die Erfahrungen vergangener Leben höherentwickeln. Aber davon ist keine Spur zu finden! Die täglichen Nachrichten und unsere Erfahrungen mit den Mitmenschen sprechen einer Höherentwicklung blanken Hohn. Der Mensch ist genauso verlogen, grausam, brutal, rachsüchtig, egoistisch, faul, verantwortungslos, untreu, genusssüchtig, ... wie vor 5000 Jahren, und er muss genauso wie damals durch das Wirken Gottes zur Liebe und Freude, zum Frieden, zur Vertrauenswürdigkeit oder Selbstbeherrschung verändert werden.

Auch die Berichte von Menschen, die jahrelang die Lehre der Reinkarnation vertreten haben, die meditierten, Yoga betrieben und Begegnungen mit angeblichen spirituellen Meistern hatten, zeigen, dass sie trotz aller Bemühungen der Selbsterlösung voller Angstgefühle waren und sich innerlich zerrissen fühlten. Erst durch den Glauben an Jesus Christus, der ihnen ihre Schuld vergab, fanden sie inneren Frieden. Sie erkannten, dass der Weg der Selbsterlösung, den Theosophen, Anthroposophen, New Ager oder auch Anhänger indischer Gurus verkünden, nur eine Sackgasse war. Wir können unsere Schuld nicht abdienen. Nur Gott kann uns erlösen. Nur er kann uns das ewige Leben schenken.

Und das ist wichtig: Das ewige Leben ist - wie die Vergebung unserer Schuld - ein Geschenk Gottes. Wir brauchen dies nur im Glauben anzunehmen. Jesus macht uns also den Rückweg zu Gott leicht. Wir brauchen uns nicht abzustrampeln und keine Angst mehr zu haben. Das zeigt mir, dass Gott wirklich Liebe ist. Weil er aber liebt, ist er ein persönlicher Gott.

Vertreter der Reinkarnation leugnen die Personalität Gottes. Er ist für sie kein personales Wesen: Sie sprechen auch von einer Einswerdung des Menschen irgendwann mit dem Universum. Sie glauben, dass er eigentlich auch seine Identität verliert. Auf der anderen Seite soll der Mensch Gott werden. All das ist eine Irrlehre, die auf die erste Lüge des Widersacher Gottes zurückgeht (1. Mose 3,4.5). Schon den ersten Menschen versuchte Satan weiszumachen, dass sie nicht sterben, sondern wie Gott werden würden. Genau das behauptet die Reinkarnationslehre auch (die Gestorbenen wären nicht wirklich tot, sondern lebten weiter, und sie würden göttlich werden). Sie ist demnach nicht biblisch, sondern will den Menschen täuschen, damit er nicht mehr über Jesus Christus den Rückweg zu Gott findet. Daran kann eben nur der Widersacher Gottes Interesse haben. Deswegen steckt er hinter der Lehre von der Reinkarnation. Wer da die Bibel nicht zur Grundlage seines Glaubens und Lebens macht, kann leicht getäuscht werden. Das ist übrigens einer der Gründe, weshalb wir kostenlosen Bibelfernunterricht anbieten.