Warum ist es wichtig, dass wir ewig leben?

"Gott möchte, dass wir leben, weil Liebe nicht am Grab enden darf. Wer liebt, wünscht sich, die Ewigkeit mit den geliebten Menschen zu verbringen - ohne Leid und in unbegrenzter Freude."

„So ein Tag, so wunderschön wie heute, so ein Tag, der dürfte nie vergeh"n!", tönte es früher aus den Lautsprechern. Wer möchte nicht auch, dass glückliche Momente niemals enden? Wenn unsere Liebe Erfüllung findet, wenn langersehnte Wünsche wahr werden oder uns die pure Lebensfreude gepackt hat, dann könnte die Zeit für uns still stehen.

Doch leider hat auf dieser Welt nichts wirklich Bestand. Auf Freude folgt Trauer, auf Erfolg Versagen, auf Gewinn Verlust, auf Jugend Alter und auf Leben Tod. Alles ist zeitlich begrenzt. Das kann uns depressiv machen, aber auch kritisch gegenüber Angeboten, die Haltbarkeit und dauerhaften Wert versprechen.

Dennoch spüren wir die Sehnsucht nach etwas, das Bestand hat. Mehr noch, wir hängen grundsätzlich am Leben. Wer natürlich immer wieder durch tiefe Enttäuschung gehen oder eine Niederlage nach der anderen einstecken muss, verliert irgendwann die Lust am Leben. Doch wenn er erneut Liebe und Zuneigung erfährt und es wieder vorwärts geht, machen die depressiven Gedanken und Gefühle schnell einem neuem Lebensoptimismus Platz.

Diese Sehnsucht nach dem Leben hat Gott selbst in uns hineingelegt. Erstaunlich, was Menschen alles getan haben und auch heute noch tun, um das Leben festzuhalten: Im alten Ägypten wurden Verstorbene einbalsamiert und heute lässt sich mancher Wohlhabende nach seinem Tod einfrieren. Obwohl der Mensch irgendwann sein Leben aushaucht, hofften viele Völker, nur der Körper würde sterben, die unsterbliche Geistseele dagegen in ein besseres Leben überwechseln. Von dieser Idee ließen sich auch viele Christen beeinflussen, obwohl sie Jesu Verheißung von der Auferstehung der Toten widerspricht. Wer jedoch an ihn glaubt, verliert sein Leben nicht wirklich und braucht deshalb auch den Tod nicht zu fürchten.

Gerade diese Todesangst zeigt aber, dass wir eigentlich leben wollen. Zwar gehen wir häufig bedenkenlos mit unserer Gesundheit um, doch wenn sich erste Folgen zeigen, tun wir alles, um sie zurückzugewinnen und das Leben festzuhalten. Natürlich ist Leben nicht alles - aber ohne Leben ist alles nichts. Denn was nützen uns Traumhaus, Titel und Tausender, wenn wir tot sind? Was haben wir von einer glücklichen Familie und vielen Freunden, von Zukunftschancen und spannenden Hobbys, wenn wir unter der Erde liegen? Was helfen uns die Liebe Gottes und die Vergebung unserer Schuld, wenn Jesus uns nicht wieder von den Toten auferweckt?

Diese Frage stellte auch Paulus der Gemeinde in Korinth (1. Korinther 15,12-19,32b), wo es offensichtlich schon damals „moderne Theologen" gab, die die Auferstehung und das ewige Leben in Frage stellten. Paulus hielt dagegen: Dann ist alles sinnlos. Jede Predigt ist überflüssig, euer Glaube vergeblich. Es gibt keine Befreiung von Schuld und Sünde und keine Hoffnung. Wer Jesus nur für dieses Leben braucht, gehört zu den „elendesten unter allen Menschen". Da wäre es besser, das Leben zu genießen, bevor alles aus ist.

Gott möchte, dass wir leben. Warum? Weil Liebe nicht am Grab enden darf. Wer liebt, wünscht sich, die Ewigkeit mit den geliebten Menschen zu verbringen - ohne Leid und in unbegrenzter Freude.