Aktuelle Meldungen

Bild zum Weblog An(ge)dacht: Die Tür zur Weide
19.10.2015

An(ge)dacht: Die Tür zur Weide

Eine Tür kennt jeder. Wir sprechen auch von „verschlossenen“ oder „geöffneten“ Türen, wenn wir von Chancen oder Hindernissen reden. Was aber meint Jesus, wenn er sich mit der „Tür zur Weide“ vergleicht?

Jesus sprach: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch mich hineingeht, so wird er errettet werden und wird ein- und ausgehen und Weide finden.“ (Johannes 10,9)

Könnten wir uns ein Leben ohne Türen vorstellen? Ich erinnere mich noch gut an meinen Urlaub auf einer Insel in der Karibik: Das Haus, in dem wir nächtigten, war erst kürzlich fertig gestellt worden. Alles Wichtige war vorhanden – doch nicht die Türen! Ein unangenehmes Gefühl, weder im Badezimmer noch auf der Toilette, auch nicht im Schlafzimmer oder wo auch immer hinter sich zuschließen zu können!

Türen können geöffnet werden: Dann verheißen sie uns Eintritt, Freiraum, Durchgang. Wenn Türen verschlossen sind, versperren sie uns den Weg, hindern uns am Weiterkommen, sorgen aber andrerseits auch für Rückzugsmöglichkeiten und Privatsphäre.

Als Jesus sich mit einer Tür verglich, geschah dies im Zusammenhang mit seinen Worten über den guten Hirten, den er selbst darstellte. Die Zuhörer dachten dabei an eine Schafherde und verstanden, dass sie selbst gemeint waren. Jesus ist der gute Hirte, der sich um uns Menschen liebevoll und fürsorglich kümmert. Was aber meint er mit der Aussage, er sei auch die „Tür“? Lesen wir genauer: Da ist von einer Weide die Rede, die die Schafe nützen können, wenn sie die geöffnete Tür passieren. Das bringt uns zum Nachdenken: Wo „weide“ ich? Über die Ernährung des Körpers machen wir uns ja in der Regel einige Gedanken – aber womit fülle ich mein „Inneres“, mein „Herz“? Habe ich „gute Weide“ gefunden? Jesus lädt uns ein, zu ihm zu kommen und durch seine Hilfe Sinn und Ziel unseres Lebens zu entdecken. Er eröffnet uns neue Möglichkeiten, zeigt uns den Weg zum Gutem, zum Sinn- und Wertvollen für unser Leben. Wo wir mit unseren Möglichkeiten am Ende sind, da öffnet er uns die Tür zu einem besseren Weg! Das haben gläubige Menschen aller Zeiten erlebt – und diese Erfahrung können wir auch heute machen!