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25.12.2017

Angedacht: Glaubens(re)formen

Die fünf großen Reformatoren hinterließen ihrer Nachwelt - und damit auch uns - ein bedeutendes geistliches Erbe. Was nehmen wir konkret aus den Entdeckungen und Erkenntnissen jener Zeit für unseren Glauben mit?

Nicht dass die Reformatoren nur geistliche Anliegen hatten. Diese waren aber für sie die Grundlage für fast alle geforderten Reformen, die den Alltag ihrer Zeitgenossen entscheidend verändern sollten. Die Grundsätze der Reformation sind tiefgründige geistliche Themen. Fristen sie aber allein als theoretisches Glaubensbekenntnis ihr Dasein, sind sie ziemlich nutzlos und höchstens für theologische Auseinandersetzungen gut. Was bedeutet „biblischer“ Glaube heute noch?

Glauben kann man nicht erzwingen. Man könnte meinen, dass dies selbstverständlich ist, aber Geschichte und Gegenwart zeigen, dass dies immer noch nicht verstanden wird. Im Christentum scheint man aus den vielen Jahrhunderten des finsteren Mittelalters gelernt zu haben. Mission mit Zwang und Staatsgewalt ist ein einziger Widerspruch zur Lehre Jesu. Die meisten Christen scheinen dies begriffen zu haben. Andere Religionen, wie der Islam, hinken da noch weit hinterher. Gewissensfreiheit ist für viele noch immer kein Menschenrecht. Die Freiheit, zu glauben und seine Religion zu wählen, wird einem sehr schwer, wenn nicht unmöglich gemacht.

Glaube durch Erfahrungen stützt sich nicht (nur) auf gesprochene oder geschriebene Worte, sondern auf ein Erlebnis, ein Empfinden, eine innere, persönliche Gewissheit. Schwerwiegende Entscheidungen sollten wohl nie allein darauf bauen, weil Eindrücke und Gefühle kein sicherer Maßstab sind und oft nur für bestimmte Momente gelten. Sola scriptura/Allein die Schrift ist deshalb ein wichtiger Grundsatz, der einen vor falschen Entscheidungen bewahren kann.

Das Zentrum des biblischen Glaubens ist Jesus Christus. Gläubige Menschen sind vielleicht große Vorbilder, haben Großartiges geleistet, trafen in brenzligen Situationen aufgrund ihres Vertrauens richtige und wichtige Entscheidungen – aber vollkommen war niemand von ihnen. Wir müssen niemanden verehren oder als Heiligen darstellen, von dem wir etwas lernen möchten.

Jesus Christus blieb ohne Sünde, nahm dafür aber die Last und Strafe der Sünde auf sich. Er bietet heute noch den größten Tausch des Lebens an – er nimmt uns unsere Schuld und bietet seine Unschuld an.

Echter Glaube nimmt das Angebot ohne Wenn und Aber an. Der Gläubige wird jetzt schon viele Dinge erleben, die sein Leben und das seiner Mitmenschen völlig anders werden lassen – in Theorie und Praxis!

 

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