Aktuelle Meldungen

Bild zum Weblog Angefragt: Gab es Erlösung vor Jesus Christus?
20.02.2018

Angefragt: Gab es Erlösung vor Jesus Christus?

Jesu Kommen, Leben, Tod und Auferstehung haben unzählige Menschen zum Glauben geführt. Doch was war mit den Menschen, die vor der Zeit des Geschehens am Kreuz lebten? Gab es für sie auch die Möglichkeit der Erlösung?

Schon Adam und Eva hatten von Gott das Versprechen bekommen, dass ein Erlöser kommen würde (1. Mose 3,15). Da sie noch direkt mit Gott geredet haben, können wir davon ausgehen, dass er ihnen den Erlösungsplan erklärt hat. So konnten sie Hoffnung haben. Ihren Glauben demonstrierten sie, indem sie als Zeichen auf Christus hin Opfer brachten. Jedes dieser Opfer wies auf den Kreuzestod hin und zeigte die Schrecklichkeit der Sünde.

Nur so können wir erklären, warum Kain und Abel opferten (wie wären sie sonst auf diese Idee gekommen?). Interessanterweise nahm Gott nur das Opfer des Abel an (ein Tier), Kains Pflanzenopfer aber nicht. Ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung (Hebräer 9,22) und selbst unsere besten Taten können den Preis nicht bezahlen. Kain sah nicht ein, warum er ein Tier darbringen sollte. Er wollte sich nicht eingestehen, dass er Erlösung braucht.

Noah, Abraham u. a. opferten vor Gott. Später gab es für das Volk Israel genaue Vorschriften, wie und wo geopfert werden sollte. Die Gläubigen lernten die Lektion, dass Sünde ihren Preis hat. Sie trennt von Gott, außer wir bringen sie zu ihm und er reinigt uns davon.

Jesus sagt, dass die Schriften des AT von ihm berichten (Johannes 5,39). Er legte den Jüngern alles aus, was im Gesetz und in den Propheten von ihm geschrieben stand (Lukas 24,27). Was stand dort über ihn? Auf den ersten Blick nicht so viel. Wenn man aber genau hinsieht, stellt man fest, dass das ganze Alte Testament auf ihn hinweist. Jesaja 53 ist eine der Stellen, wo wir den Erlösungsplan sehr deutlich erkennen können ...

Die Menschen vor Christus wurden erlöst, wenn sie Gott gehorsam waren (Gesetz, Opferdienste) und auf den Messias hofften, der das Problem der Sünde dann endgültig lösen würde. Dass es solche Menschen gab, zeigt z. B. Lukas 2,25-26 und 36-38. Leider blieben – damals wie heute auch – viele bei der äußeren Form (den Opferzeremonien) hängen und vergaßen, worum es eigentlich ging. Das ist Jesu Hauptkritik an den Pharisäern.

Wir können wohl dankbar dafür sein, dass wir keine Opfer mehr bringen müssen, sondern Gott "in Geist und Wahrheit" anbeten können (Johannes 4,23). Wir können ohne Priester und Tempeldienste zu ihm kommen und dürfen ihn Vater nennen. Das ist ein Privileg, das uns durch Jesus geschenkt wurde.

Luise Schneeweiß

 

Bild 1 zum Block 970