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17.12.2014

Angefragt: Hat Gott sich verändert?

Beim Bibellesen tauchen manchmal Fragen auf - z.B. nach dem Unterschied zwischen dem Alten und dem Neuen Testament. War Gott früher der strenge Richter und ist er jetzt die Liebe in Person? Hat Gott sich verändert?

Das Alte Testament wird oft missverstanden als ein Buch, in dem Gott als strenger Richter gezeigt wird, dem es vor allem um Gesetze ging. Im Neuen Testament soll dann auf einmal alles ganz anders sein. Dort ist Gott der liebende Vater, der die Menschen aus Gnade rettet.

Doch solch eine Sicht hält der Überprüfung nicht stand:

Auch im Alten Testament war Gottes Wesen Liebe (Jeremia 31,3; 5. Mose 7,7-8). Es ging ihm nicht um irgendwelche Schlachtopfer (Hosea 6,6; 1. Samuel 15,22), sondern um Liebe und freiwilligen Gehorsam. Der Neue Bund findet sich schon im Alten Testament (Jeremia 31,31ff.), wo Gott das Gesetz in das Herz der Menschen schreiben und sie von innen heraus verändern wollte. Auf der anderen Seite finden sich auch im Neuen Testament Texte, die Gott als Richter zeigen oder den Gehorsam gegen die Gebote betonen (z. B. in der Offenbarung; 1. Johannes 2,5-6; 5,2-3 usw.).

Der Unterschied zwischen dem Alten und dem Neuen Bund ist, dass wir durch Jesus viel besser erkennen können, wie Gott ist. Im Alten Bund wiesen Rituale auf den Messias ihn hin, die deshalb jetzt nicht mehr durchgeführt werden müssen. Gott hat sich aber nicht verändert (Maleachi 3,6).