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21.01.2016

Angefragt: Sollen wir unsere Feinde lieben?

In einer Welt, die von Spannungen, Krisen und Kriegen geprägt wird, ist das Wort Jesu von der „Feindesliebe“ hochaktuell. Doch was meinte Jesus wirklich damit, dass wir unsere Feinde lieben sollen? Ist das nicht übermenschlich?

„Liebet eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen“ (Matthäus 5,44).

Dieser Text hat wohl schon manchem Bauchschmerzen bereitet. Es ist gar nicht so leicht, bestimmte negative Gefühle abzulegen, auf die wir ja oft ein Recht zu haben meinen. Emotionen sind ein Teil von uns. Aus eigener Kraft haben wir keine Chance. Wir können sie nur immer wieder Jesus im Gebet vorlegen und ihn bitten, uns die richtige Einstellung zu schenken. Manchmal muss man sich auch zum Guten entscheiden, obwohl die Gefühle einem etwas anderes vorgeben wollen. Gleichzeitig erleben wir aber auch, wie sich durch das Gebet für unsere „Feinde“ die Einstellung zu ihnen verändert.

Gott hat uns geliebt, „als wir noch Feinde waren“ (Römer 5,10). Mit anderen Worten: Sogar, als wir Gott ablehnten, als wir nichts von ihm wissen wollten, ist er uns schon in Liebe zugewandt gewesen.

Das kann helfen, auch mit menschlichen Gegnern barmherzig zu sein. Vielleicht lässt sich manch einer von ihnen wie ein Zachäus oder Paulus gewinnen und wird zu einem Mitstreiter (Lukas 19; Apostelgeschichte 9). Beten wir für diese Personen!

Die Bibel sagt interessanterweise, dass auch Ungläubige ihre Angehörigen und Freunde lieben (Matthäus 5,43-47). Es klingt hart, aber es heißt dort, dass das „nichts Besonderes“ sei. Durch die unendliche Liebe Gottes haben Christen das Vorrecht, mehr als das zu tun. Sie können auch dann lieben, wenn sie keinen Vorteil davon haben oder wenn nichts zurückkommt. Oft genug wird dadurch das Herz anderer erweicht.

Dennoch ist das übermenschlich. Wir brauchen Gottes Hilfe dabei, besonders, wenn wir Rückschläge und Enttäuschungen erleben. Wir wünschen Ihnen viel Kraft, den negativen Kreislauf zu durchbrechen und andere, auch schwierige Menschen Tag für Tag mehr zu lieben.