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20.02.2018

Erlebt: Auf der Suche

Manchmal finden Menschen über „Umwege“ zum Glauben. Lesen Sie den Bericht einer jungen Frau, die seit der Kindheit auf der Suche nach Gott war. Schließlich fand sie durch ein einfaches Gebet die Antwort auf ihre Fragen.

Ich bin 31 Jahre alt und in Wien aufgewachsen. Meine Mutter war Alleinerzieherin. Sie legte großen Wert darauf, mich als Baby nicht taufen zu lassen, damit ich mich selbst für einen Glauben entscheiden könnte, wenn ich erwachsen wäre. In meiner Jugendzeit beschäftigte ich mich viel mit Naturglauben (Schamanismus, Survival-Camps etc.). Ich war auf der Suche nach etwas, das dem Leben zusätzlich Sinn gab, beständig war und von dem ich Motivation und Kraft erhalten könnte.

Als ich mit Anfang zwanzig mit einer Freundin eine christliche Diskussionsgruppe besuchte, entstand langsames Interesse für den Gott der Bibel. Jedoch fiel es mir sehr schwer, meine eigenen Gedanken und Meinungen über das Christentum auch nur kurz beiseite zu stellen. Alles, was ich bisher davon mitbekommen hatte, war negativ gefärbt: die grausame Kirchengeschichte, das Ausnützen von Macht und Reichtum, der Ablasshandel, die vielen Regeln etc. Was könnte denn da nur Gutes dahinterstecken? Und dann noch das viele Leid in der Welt. Wie kann das denn nur von einem liebenden Gott zugelassen werden? Diese und viele Fragen beschäftigen mich. Doch eine Frage stach eindeutig hervor: Gibt es einen Gott unabhängig von den Gedanken und Philsophien der Menschen? Einen realen Gott? ´

Als Kind hatte ich schon einige Male zu Gott gebetet, wenn ich bei einer gläubigen Freundin übernachtet hatte. Dies gab mit Halt und Hoffnung. Dennoch, als ich mich Anfang zwanzig ernsthaft dieser Frage stellte, betete ich mein erstes ernstes Gebet als Erwachsene: „Lieber Gott, ich weiß nicht, ob es dich gibt. Wenn doch, dann lass mich das bitte erkennen.“

Ab diesem Zeitpunkt änderte sich mein Leben. Ich fing an, persönliche Erfahrungen mit Gott zu machen. Ich fing an, die Bibel zu lesen und Gottes Versprechen darin zu entdecken, wie z.B. dieses: „Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden. Ja, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, will ich mich von euch finden lassen“ (Jeremia 29, 13-14.). Gott lässt sich finden! Dies habe ich selbst erlebt. Auf die Suche muss man, wenn man will, jedoch selbst gehen. Entgegen all meinen Vorstellungen und Argumenten gegen den Gott der Bibel fand ich einen Gott, der anders ist, als ich dachte und fürchtete. Einen Gott, der alle Rahmen sprengt und doch für jeden einzelnen erfahrbar ist. Sein Versprechen gilt, nicht nur für einige wenige, sondern für jeden!

B. K.

 

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