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04.03.2017

Sola Fide: Allein durch den Glauben

Worauf kommt es im Leben als Christ an? Auf ausgeklügelte Theorien und Lehren? Sola Fide ist eine gute Nachricht, die Freiheit von religiösen Zwängen bedeutet. Allein der Glaube an das Opfer und die Macht des Sohnes Gottes rettet uns!

Es ging um viel, um sehr viel, nämlich um die Frage, wie man das von Gott versprochene ewige Leben bekommen und damit dem ewigen Tod entrinnen könne. Vermutlich wurde über keine andere Frage so viel nachgedacht und wohl auch gestritten. Es war wohl die Frage aller Fragen, denn alle Bußübungen und -zahlungen, Wallfahrten und Ablässe hatten damit zu tun. Luther selbst beschrieb die seelischen und auch körperlichen Qualen als Mönch, auf der Suche nach der Gewissheit, von Gott angenommen zu werden.

Sola Fide war die Erkenntnis aus dem Wort Gottes, die schließlich unzähligen Gläubigen den ersehnten Frieden mit Gott und mit sich selbst schenkte: Es ist nicht das Geld, es sind auch nicht die Bußübungen und nicht einmal die guten Werke, die Gewissheit schenken, von Gott angenommen und gerettet zu werden. Es ist allein der Glaube an das Opfer und die Macht des Sohnes Gottes – das kindliche Vertrauen auf die sich selbst hingebende Liebe von Jesus Christus. Er als Unschuldiger nahm die Strafe auf sich. Er allein bezahlte damit die Schuld aller Menschen, wie groß diese auch sein mag. Die einzige Bedingung für den Gläubigen ist, dass er dieses Opfer im Glauben für sich persönlich in Anspruch nimmt.

Was war das für eine Botschaft! Kein ausgeklügeltes Kirchensystem sondern der einfache Glaube an Jesus Christus genügte, das Geschenk des ewigen Lebens bekommen zu können. Das war wirklich eine gute Nachricht, die Freiheit von religiösen Zwängen bedeutete. Dieser Glaube ist aber nicht ein oberflächliches Bekenntnis. Es ist eine tiefe Überzeugung, die nicht ohne Folgen bleibt. Wenn Gott am Herzen wirkt, dann ist das lebensverändernd. Der Mensch erkennt sein verkehrtes Handeln, bereut und bekennt es und lebt, durch die im Glauben beanspruchte Kraft Gottes, ein neues Leben. Das ist unvergleichlich mehr wert als die größten Opfergaben und die beschwerlichsten Bußübungen, die eine Schuldbefreiung nur vortäuschten. Diese veränderten nicht wirklich die Menschen, sondern machte sie nur noch berechnender. Wenn man sich durch seine Taten oder durch irgendwelche auferlegte Bußen freikaufen konnte, dann verlor die Sünde ihren Schrecken und man konnte getrost sein altes, sündiges Leben behalten.

Die Erkenntnis „Allein durch den Glauben“ befreite die Menschen von dem Einfluss derer, die es verstanden, die Ungewissheit der Menschen zum Wohle ihrer selbst zunutze zu machen. Dies war der Grund, warum die Reformatoren ihren Zorn zu spüren bekamen. Doch „Allein durch den Glauben“ war schon damals der Schlüssel in die wahre Freiheit, den es auch heute zu bewahren gilt!

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